Professionell bleiben, wenn der Kunde an den Nerven zerrt: Ein humorvoller Leitfaden für Ghostwriter :-)

Als freiberuflicher Texter und Lektor habe ich schon einiges erlebt, aber einige Kunden schaffen es, meine Professionalität auf eine harte Probe zu stellen. Hier ist eine Geschichte, die euch ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern und gleichzeitig zeigen soll, wie man mit solchen Situationen umgeht, ohne den Verstand zu verlieren.

fist, scuffle, think

Die Ausgangssituation: Ein Kunde, der mehr will

Alles begann harmlos: Eine Bachelorarbeit sollte lektoriert und die Quellen überprüft werden. Mit meiner gewohnten Akribie machte ich mich ans Werk, kommentierte und korrigierte fleißig. Doch dann kam die erste Rückmeldung: „Ein paar Sachen, die ich bereits beim ersten Mal kommentiert habe, wurden nicht bearbeitet…“ Mein erster Gedanke: „Das fängt ja gut an!“

Wiederholte Anforderungen: Ein Déjà-vu-Erlebnis

Trotz meiner gründlichen Arbeit kamen immer wieder die gleichen Anmerkungen zurück. Es fühlte sich an, als ob ich in einem endlosen Loop gefangen wäre. Kennt ihr das Gefühl, wenn man denkt, man hat alles perfekt gemacht, und dann kommt jemand und sagt: „Äh, da fehlt noch was?“ Genau so ging es mir.

Der Kunde schrieb: „Ich dachte ursprünglich, dass ich mich auf die Quellen alle verlassen kann, doch als ich die Quellen durchforstete, stellte ich grobe Fehler fest und einige Literatur war nicht zu finden.“ Na, super. Also auf ein Neues!

Prioritäten setzen: Quellen über alles

Der Kunde wollte, dass ich zuerst alle Zitate und Quellen überprüfe und das Literaturverzeichnis neu anlege. Alles andere konnte warten. Gut, dachte ich, das kriege ich hin. Mit der Geduld eines Mönchs und der Präzision eines Schweizer Uhrwerks machte ich mich an die Arbeit.

„Deshalb Priorität bitte erstmal für die gesamte Arbeit die Zitate und Quellen prüfen und das Literaturverzeichnis neu anlegen. Alles andere kommt erst danach,“ hieß es.

 

Der ultimative Test: Jeder einzelne Buchstabe zählt

Nachdem ich alles nochmal durchgegangen war und jede einzelne Quelle überprüft hatte, dachte ich, jetzt muss doch endlich Ruhe sein. Aber nein, der Kunde meinte: „Ich meine aber alle Quellen, nicht nur die, die in den Kommentaren standen!!!“ Mein inneres Zen begann langsam zu bröckeln.

Tipps, um nicht durchzudrehen

  1. Humor bewahren: Lachen ist die beste Medizin. Wenn du über die Absurdität der Situation lachen kannst, bleibst du entspannter.
  2. Klare Kommunikation: Mach deutlich, was du bereits getan hast, und frage gezielt nach, was noch unklar ist. Manchmal hilft es, dem Kunden Schritt für Schritt zu erklären, was genau gemacht wurde.
  3. Grenzen setzen: Erkläre freundlich, aber bestimmt, was im Rahmen des Projekts möglich ist und was nicht. Lass dich nicht endlos hin und her schicken.
  4. Pausen machen: Geh eine Runde spazieren oder mach eine kurze Meditation. Frische Luft und Bewegung helfen, den Kopf freizubekommen.

Fazit

Diese Erfahrung hat mir einmal mehr gezeigt, dass man auch in stressigen Situationen professionell bleiben kann – und das am besten mit einer Prise Humor. Kunden, die hohe Ansprüche haben und immer mehr verlangen, sind eine Herausforderung, aber sie bieten auch die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten zu testen und zu verbessern. Letztlich gilt: Mit Geduld, Humor und einer klaren Kommunikation lässt sich fast jede Krise meistern. Und wenn alles nichts hilft, hilft ein gutes Stück Schokolade.

🙋 Hinweis zum Teilen auf Facebook

Leider lassen sich Artikel nicht mehr über einen einfachen Teilen-Button mit Facebook verbinden.

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, freue ich mich riesig, wenn du ihn weiterempfiehlst. 🧡

Kopiere dazu einfach den Link oben in deinem Browser – mit Strg+C (Windows) oder Cmd+C (Mac) – und poste ihn bei Facebook.

Danke für deine Unterstützung. 💫


Entdecke mehr von Verena Glass | Akademische & Literarische Begleitung

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Ähnliche Beiträge

Kommentar verfassen