Bachelorarbeit schreiben? Diese 5 häufigen Rechtschreibfehler ruinieren deine Note
Sitzt du gerade vor deiner Bachelorarbeit und fragst dich, warum deine sonst so guten Texte immer wieder schlechtere Noten bekommen als erwartet? Du bist nicht allein! Selbst brillante Gedankengänge und fundierte Recherchen können durch simple Rechtschreibfehler ihre Wirkung verlieren – und das ist frustrierender, als es sein müsste.
Als Ghostwriterin begegne ich täglich den gleichen Stolpersteinen, die Studierende um wertvolle Punkte bringen. Dabei sind es oft nicht die komplizierten Fachbegriffe oder komplexen Formulierungen, die Probleme bereiten. Nein, es sind die scheinbar simplen Grundlagen der deutschen Rechtschreibung, die selbst intelligente Menschen ins Straucheln bringen.
Lass mich ehrlich sein: Diese fünf Rechtschreibfehler sehe ich in 90% aller studentischen Arbeiten. Sie sind wie kleine Saboteure, die sich in deine sorgfältig ausgearbeiteten Kapitel einschleichen und deinen Professor denken lassen: „Hat die Person ihre Arbeit überhaupt Korrektur gelesen?"
1. Die Komma-Katastrophe: Wenn Satzzeichen zum Notenkiller werden
Stell dir vor, du liest einen Satz und plötzlich stockt der Lesefluss – genau das passiert, wenn Kommas falsch gesetzt sind. Das Komma ist nicht nur ein winziges Satzzeichen, sondern der Dirigent deines Textes. Es bestimmt Tempo, Pausen und Verständlichkeit.

Die häufigsten Komma-Fallen in Bachelorarbeiten:
Bei Relativsätzen: „Die Studie, die im Jahr 2023 durchgeführt wurde, zeigt interessante Ergebnisse." Hier ist das Komma vor und nach dem Relativsatz zwingend erforderlich.
Bei Infinitivgruppen: Sobald eine Infinitivgruppe mit „um", „statt", „ohne" oder „anstatt" eingeleitet wird, muss IMMER ein Komma stehen. „Es ist wichtig, um die Ergebnisse richtig zu interpretieren." (Falsch!) Richtig wäre: „Es ist wichtig, die Ergebnisse richtig zu interpretieren."
Bei mehrteiligen Konjunktionen: „Sowohl die quantitativen, als auch die qualitativen Daten wurden ausgewertet." Das Komma vor „als auch" ist ein Klassiker – und falsch! Richtig: „Sowohl die quantitativen als auch die qualitativen Daten wurden ausgewertet."
Hier ein Geheimtipp aus der Praxis: Lies deine Sätze laut vor. Dort, wo du natürlich pausierst, gehört meist auch ein Komma hin.
2. Das ewige „das"-„dass"-Drama: Ein Buchstabe, der über deine Note entscheidet
Dieser Fehler ist wie ein roter Faden, der sich durch unzählige studentische Arbeiten zieht. Dabei ist die Unterscheidung eigentlich kinderleicht – wenn man den Trick kennt.
Der einfache Test: Kannst du „das" durch „dieses", „jenes" oder „welches" ersetzen? Dann schreibst du „das" mit einem „s". Geht das nicht, schreibst du „dass" mit zwei „s".
Beispiele:
- „Das Buch, das auf dem Tisch liegt…" (= welches auf dem Tisch liegt) → das
- „Ich denke, dass du recht hast." (= Ich denke, welches du recht hast = ergibt keinen Sinn) → dass
Noch ein Merksatz: Nach Verben des Sagens, Denkens und Fühlens folgt meist „dass". „Ich glaube, dass…", „Er sagt, dass…", „Sie hofft, dass…"
3. ß oder ss? Die Schärfe macht den Unterschied
Die Rechtschreibreform hat hier für Klarheit gesorgt, trotzdem sehe ich diesen Fehler täglich. Dabei gibt es nur drei simple Regeln, die du dir merken musst:

Regel 1: Nach kurzen Vokalen steht „ss" – auch am Wortende. „Fluss", „muss", „Kuss"
Regel 2: Nach langen Vokalen steht „ß". „Fuß", „groß", „Straße"
Regel 3: Nach Doppellauten (au, äu, eu, ei) steht „ß". „heiß", „weiß", „draußen"
Ein häufiger Fehler in wissenschaftlichen Arbeiten: „Die Messung fand aussen statt." Richtig ist natürlich „außen" – nach dem Doppellaut „au" kommt das „ß".
4. Bindestrich vs. Gedankenstrich: Kleine Striche, große Wirkung
Hier wird es technisch, aber glaub mir: Professoren achten auf solche Details! Es gibt zwei verschiedene Striche, die völlig unterschiedlich verwendet werden.
Der Bindestrich (-): Kurz und ohne Leerzeichen. Verbindet zusammengesetzte Wörter: „Kosten-Nutzen-Analyse", „E-Mail", „Corona-Pandemie"
Der Gedankenstrich (–): Länger und mit Leerzeichen (außer bei Zeitangaben). Markiert Pausen oder Einschübe: „Die Studie – durchgeführt in Hamburg – zeigt…" oder „2020–2023"
Viele Textverarbeitungsprogramme machen automatisch aus zwei Bindestrichen einen Gedankenstrich. Das ist praktisch, aber du solltest trotzdem wissen, wann welcher Strich richtig ist.
5. Eigen- und Markennamen: Wenn Detailverliebtheit den Unterschied macht
Das unterschätzen viele: Falsch geschriebene Eigennamen fallen sofort ins Auge und vermitteln den Eindruck von Nachlässigkeit. „Bayrische Motorenwerke" statt „Bayerische Motorenwerke", „Brauschweig" statt „Braunschweig" – solche Fehler sind wie kleine Nadelstiche für jeden Professor.

Besonders tückisch bei:
- Firmennamen: „Deutsche Bahn" (nicht „Deutsche Ban")
- Städtenamen: „Braunschweig" (nicht „Brauschweig")
- Ländernamen: „Vereinigtes Königreich" (nicht „Vereinigtes Königsreich")
- Institutionen: „Universität" vs. „Uni" – in wissenschaftlichen Arbeiten immer ausschreiben!
Mein Rat: Führe eine Liste mit allen Eigennamen, die in deiner Arbeit vorkommen, und überprüfe die Schreibweise zweimal.
Warum diese Fehler so fatal sind
Du denkst vielleicht: „Das sind doch nur Kleinigkeiten!" Aber hier liegt der Knackpunkt: Rechtschreibfehler sind wie schmutzige Fenster – sie trüben den Blick auf den eigentlichen Inhalt. Ein Professor, der alle paar Sätze über Rechtschreibfehler stolpert, kann sich nicht vollständig auf deine Argumentationen konzentrieren.
Wissenschaftliches Arbeiten lebt von Präzision. Wenn du schon bei der Rechtschreibung ungenau bist, zweifelt dein Betreuer möglicherweise auch an der Genauigkeit deiner Forschung.
Der Rettungsanker: Professionelle Korrektur
Ich verstehe, dass nicht jeder ein Rechtschreibgenie ist. Manche Menschen sind brillante Denker, aber kämpfen mit der deutschen Orthografie – und das ist völlig okay! Sprache ist ein Werkzeug, kein Werturteil über deine Intelligenz.
Falls du merkst, dass dir diese Fehler immer wieder unterlaufen, obwohl du weißt, wie es richtig geht, kann professionelle Unterstützung den Unterschied machen. Manchmal braucht es einfach einen frischen Blick von außen.
Kennst du das Gefühl, wenn du deinen eigenen Text zum zehnten Mal liest und trotzdem Fehler übersiehst? Das nennt man Betriebsblindheit – völlig normal und menschlich. Was denkst du denn über deine eigenen Rechtschreibgewohnheiten? Schreib gerne in die Kommentare, welcher dieser Fehler dir am häufigsten passiert!
Die gute Nachricht: Diese fünf Stolpersteine zu kennen, ist bereits die halbe Miete. Mit etwas Aufmerksamkeit und vielleicht einem kritischen Korrekturgang wirst du diese Notenkiller erfolgreich aus deiner Bachelorarbeit verbannen.
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