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Kinderbuch schreiben und veröffentlichen: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Kinderbuch schreiben und veröffentlichen: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung 1

Du möchtest ein Kinderbuch schreiben und veröffentlichen? Dann hast du dir ein wunderbares, aber anspruchsvolles Ziel gesetzt. Viele angehende Autorinnen und Autoren glauben, ein Kinderbuch sei schnell geschrieben – schließlich ist es kurz. Doch gerade die Kürze macht es so schwierig: Jedes Wort muss sitzen, jede Seite muss fesseln, und der Ton muss genau die Altersgruppe treffen, für die du schreibst. In diesem Leitfaden erfährst du Schritt für Schritt, wie du ein gutes Kinderbuch schreibst – und wie du es anschließend erfolgreich veröffentlichst.

Die richtige Altersgruppe und der passende Buchtyp

Bevor du das erste Wort schreibst, solltest du wissen, für wen du schreibst. Ein Bilderbuch für Dreijährige folgt völlig anderen Regeln als ein Erstlesebuch für Sechsjährige oder ein Kapitelbuch für Zehnjährige. Die Altersgruppe bestimmt den Wortschatz, die Satzlänge, die Länge der Geschichte und das Verhältnis von Text und Bild. Bilderbücher leben von wenigen, sorgfältig gewählten Worten und starken Illustrationen. Erstlesebücher brauchen kurze Sätze und viel Wiederholung. Kapitelbücher dürfen komplexere Handlungen und Figuren haben. Lege dich früh fest – das erspart dir später viel Überarbeitung.

So schreibst du ein fesselndes Kinderbuch

Ein gutes Kinderbuch nimmt junge Leserinnen und Leser sofort mit. Eine der besten Methoden, das zu erreichen, ist der direkte Kontakt zu Kindern der Altersgruppe, für die du schreibst. Bist du selbst Elternteil? Dann sprich mit deinen Kindern: Was würden sie gerne in einem Buch sehen? Welche Geschichten begeistern sie, welche langweilen sie? Hast du keine eigenen Kinder, frag deine jüngeren Verwandten oder die Kinder von Freunden.

Analysiere außerdem die Bücher, die Kinder immer wieder hören wollen. Welche Themen tauchen auf? Wie sind sie aufgebaut? Was macht sie so unwiderstehlich? Achte auf klare Hauptfiguren, mit denen sich Kinder identifizieren können, auf einen Konflikt, der kindgerecht gelöst wird, und auf einen Rhythmus, der beim Vorlesen Freude macht. Humor, Wiederholungen und überraschende Wendungen wirken bei Kindern besonders gut.

Überarbeiten und Lektorat: Warum jedes Wort zählt

Wenn dein Kinderbuch geschrieben ist, ist der Gedanke verlockend, es sofort an Verlage zu schicken. Damit solltest du jedoch warten. Zuerst kommt das Überarbeiten. Ein verbreiteter Irrtum lautet: Kinderbücher sind kurz, also gibt es wenig zu lektorieren. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade weil ein Kinderbuch aus so wenigen Wörtern besteht, erwarten Verlage, dass jedes einzelne Wort perfekt sitzt. Lies dein Manuskript mehrfach, laut und leise, und hol dir professionelle Unterstützung, wenn du unsicher bist. Ein erfahrener Lektor findet Schwächen, die du selbst längst überliest.

Sehr hilfreich ist auch eine Autoren- oder Kritikgruppe. Solche Gruppen findest du leicht online oder als lokale Treffen. Manche verlangen einen kleinen Beitrag, viele sind kostenlos. Der Vorteil: Du teilst dein Manuskript mit anderen Schreibenden und bekommst ehrliches, konstruktives Feedback – und gibst dasselbe zurück. Nimm jeden Ratschlag ernst. Das heißt nicht, dass du dein Buch komplett neu schreiben musst, aber alle, die dir Feedback geben, wollen deinen Erfolg. Ihre Hinweise sind daher meist wertvoll.

Illustrationen: Text und Bild als Einheit

Bei den meisten Kinderbüchern sind die Bilder genauso wichtig wie der Text – bei Bilderbüchern sogar noch wichtiger. Überlege früh, wie Text und Illustration zusammenspielen sollen. Musst du selbst eine Illustratorin oder einen Illustrator finden, oder übernimmt das der Verlag? Bei einer Veröffentlichung über einen klassischen Verlag wählt dieser die Illustration in der Regel selbst aus. Gehst du den Weg des Selfpublishing, beauftragst und bezahlst du die Illustration selbst. Plane dieses Thema und die möglichen Kosten von Anfang an mit ein.

Veröffentlichen: Verlag oder Selfpublishing?

Für die Veröffentlichung deines Kinderbuchs hast du grundsätzlich zwei Wege. Beim klassischen Verlag reichst du dein Manuskript ein und hoffst auf eine Zusage. Der Verlag übernimmt dann Lektorat, Illustration, Druck und Vertrieb – dafür gibst du einen Teil der Kontrolle und der Einnahmen ab, und der Weg ist oft lang und mit vielen Absagen verbunden. Beim Selfpublishing behältst du die volle Kontrolle und einen größeren Anteil am Erlös, trägst aber auch alle Aufgaben und Kosten selbst: Lektorat, Illustration, Cover, Druck und Marketing. Welcher Weg der richtige ist, hängt von deinem Ziel, deinem Budget und deiner Zeit ab.

Du musst diesen Weg nicht allein gehen

Ein Kinderbuch zu schreiben und zu veröffentlichen ist ein Herzensprojekt – und manchmal wünscht man sich eine erfahrene Begleitung an der Seite. Ob beim Feinschliff deiner Geschichte, beim Lektorat oder wenn du deine Idee gemeinsam mit einer Ghostwriterin zum fertigen Buch entwickeln möchtest: Es lohnt sich, sich Unterstützung zu holen. So wird aus deiner Idee ein Buch, das Kinder wirklich lieben.

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