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Warum ich mich für Self-Publishing entschieden habe – und was ich wirklich gelernt habe

Als ich beschloss, meinen ersten Roman selbst zu veröffentlichen, dachte ich nicht an all das, was schiefgehen könnte. Keine düsteren Prognosen, keine „Was-wäre-wenn“-Spiralen.

Ich war einfach… bereit. Bereit, endlich die Geschichte loszulassen, die zehn Jahre lang in mir lebte.

Klar, ich hatte Träume:

Tausende Bücher verkaufen Endlich „richtige“ Autorin sein Menschen berühren mit Worten, die bisher nur mir selbst gehörten

Ob das naiv war? Vielleicht.

Aber dieser Optimismus hat mich ins Ziel getragen.

Was ich allerdings unterschätzt habe:

Wie laut die Stimmen von außen sein können.

„Self-Publishing ist hart“ – ist es das wirklich?

Immer wieder wurde mir gesagt, wie extrem schwer dieser Weg sei.

Aber keiner konnte mir konkret sagen, warum. Also hab ich nachgefragt.

Das waren die häufigsten Sorgen:

„Du verdienst nichts beim Schreiben.“ „Du weißt doch gar nicht, wie ein richtiges Buch aufgebaut ist.“ „Es ist zu teuer, ein Buch zu veröffentlichen.“ „Dich liest doch eh keiner – Self-Publisher nimmt man nicht ernst.“ „Du wirst Fehler machen. Viele.“

Und weißt du was?

Einige dieser Dinge stimmen. Und trotzdem war es kein Problem.

Ja, es war Arbeit. Nein, es war kein Scheitern.

Natürlich habe ich kein Geld verdient, während ich am Manuskript saß.

Aber ich habe jede Minute geliebt. Schreiben war für mich keine Investition – es war Freiheit.

Und alles, was ich über den Buchaufbau, das Impressum, Layout oder Covergestaltung nicht wusste? Google wusste es.

Es hat mich ein Wochenende gekostet, aber dann hatte ich einen Plan.

Auch die Kosten? Überschaubar. Ich habe mein erstes Buch für unter 1.000 € auf den Markt gebracht – mit Teilzeitjob im Rücken und ohne Fördergelder.

Es war nicht billig. Aber möglich.

Das Problem mit dem Wort „schwer

Was für die eine Person schwer ist, kann für jemand anderen ein Abenteuer sein.

Self-Publishing ist nicht pauschal schwer – es ist anders.

Es erfordert Mut, Organisation und ein bisschen Sturheit. Aber das war’s auch schon.

„Du machst das nur, um Ablehnung zu vermeiden.“

Oft schwang dieser Vorwurf mit:

Dass ich mich nur für Self-Publishing entschieden hätte, um der Ablehnung durch Verlage zu entkommen.

Aber das stimmt nicht.

Ich habe nie ein Exposé verschickt.

Nicht, weil ich Angst hatte – sondern weil ich keine Lust auf das Spiel hatte.

Auf monatelanges Warten Auf Abhängigkeit Auf fremdbestimmte Entscheidungen

Ich wollte mein Buch nicht jemandem zeigen, der mir sagt, was es werden soll.

Ich wusste, was es war. Und das war genug.

Die Schattenseiten des traditionellen Verlags

Keine Garantie, dass dein Buch langfristig im Handel bleibt Du brauchst trotzdem eine eigene Leserschaft, aber bekommst nur einen Bruchteil vom Verkauf Du gibst Kontrolle über Marketing und Veröffentlichungszeitpunkt ab Du kannst Jahre auf eine Zusage warten – ohne jegliche Sicherheit

Das war nicht mein Weg. Und das ist okay.

„Bearbeiten ist optional“ – leider nein

Viele Autor*innen reden nicht gerne über den Bearbeitungsprozess.

Als wäre das die langweilige Pflicht nach dem kreativen Höhenflug.

Aber ich sag’s dir ehrlich:

Bearbeiten war die härteste und wichtigste Phase.

Ich habe mehr Zeit mit dem Überarbeiten verbracht als mit dem Schreiben Mein Lektor hat mich durchgeschüttelt, gestrichen, geschliffen Manchmal tat’s weh. Aber es war nötig.

Bearbeiten ist kein Nachtrag.

Es ist der Punkt, an dem dein Buch entsteht.

„Mit Self-Publishing verdient man doch nichts“ – doch. Punkt.

Die Frage höre ich ständig:

„Kannst du davon leben?“

Und ja – ich verdiene mit meinen Büchern Geld.

Nicht jeder wird reich. Aber das ist nicht der Punkt.

Self-Publishing ist ein unternehmerischer Schritt. Wer das versteht, kann wachsen – kreativ und finanziell.

Beispiel gefällig?

Eine Autorin verkaufte über 7.000 Exemplare ohne Marketingbudget – nur mit Ehrlichkeit, TikTok und einem Küchentisch.

„Der Lektor rettet’s schon“ – nicht ganz.

Ich hatte eine tolle Lektorin.

Aber: Auch sie ist nicht unfehlbar.

Ich musste selbst Verantwortung übernehmen:

Für Storyentwicklung Für finale Entscheidungen Für den letzten Feinschliff

Self-Publishing bedeutet: Dein Name steht auf dem Cover. Und das verpflichtet.

Zum Schluss: Was du wissen solltest

Du wirst auf viele Meinungen treffen.

Und jede ist geprägt von der Person, die sie ausspricht.

Was du brauchst:

Deine eigene Haltung Realistische Erwartungen Den Mut, einfach anzufangen

Self-Publishing ist kein Ausweg. Es ist ein Weg.

Und wenn du ihn mit Herz, Verstand und einem ordentlichen Schuss Neugier gehst – dann wirst du wachsen. Als Autor*in. Als Mensch.

Wenn du dabei Hilfe brauchst – beim Plotten, Strukturieren, Schreiben, Überarbeiten oder Veröffentlichen –

Ich begleite dich. Als Ghostwriterin. Oder als deine Schreibstimme im Hintergrund.

Mehr dazu findest du auf

verena-glass.com

Deine Geschichte verdient es, erzählt zu werden. Und zwar genau so, wie du sie fühlst.

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